Taiwan radelt mit Innovationen und Erfolgen im Bereich Nachhaltigkeit von CHC auf die EUROBIKE 2026

27.06.2026

FRANKFURT, Deutschland, 27. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Auf der EUROBIKE 2026 stellt das vom Wirtschaftsministerium (MOEA) unterstützte Forschungs- und Entwicklungszentrum für Fahrrad- und Gesundheitstechnologie (CHC) Taiwans Innovationen und Erfolge im Bereich Nachhaltigkeit vor und unterstreicht damit das Engagement für intelligente und kohlenstoffarme Mobilität.

Representatives from the Ministry of Economic Affairs (MOEA) and the bicycle industry gather for a group photo at the Cycling & Health Tech Industry R&D Center (CHC) booth during EUROBIKE 2026. Distinguished guests (from left): James Ting, General Manager of Mega Joy Enterprise Co., Ltd.; Alex Lee, General Manager of CHC; Patrick Pai, Chairman of MARWI Group (and Chairman of CHC); Cynthia Kiang, Deputy Minister of the Ministry of Economic Affairs (MOEA); Chung-Bin Jou, Deputy Director General of the Department of Industrial Technology (DoIT), MOEA; Jeff Chen, General Manager of Joy Industrial Co., Ltd. (and Vice Chairman of BAS); Hope Chou, Secretary General of the Taiwan Bicycle Association (TBA)

Ein Highlight der diesjährigen Messe ist das „AI Bike" von CHC mit Bildverarbeitungssensorik und dynamischer Dämpfungstechnologie, das unter der Leitung des Ministeriums für Industrietechnologie (DOIT, MOEA) entwickelt wurde. Das System nutzt KI-gestützte Bildverarbeitungssensorik, um die Straßenverhältnisse zu erfassen, Sicherheitswarnungen in Echtzeit auszugeben und die Tretunterstützung automatisch anzupassen – für ein sichereres und intelligenteres Fahrerlebnis.

Es basiert auf dem Kommunikationsprotokoll der Cycling Common Protocol Alliance (CCPA) und ermöglicht die Vernetzung zwischen Motor, Steuerung, Akku und elektronischer Federgabel. Durch die Echtzeitkommunikation zwischen diesen Komponenten unterstützt das System eine adaptive Unterstützungssteuerung, automatisches Schalten sowie koordinierte Fahrzeugreaktionen, die die Fahrleistung verbessern. Das E-Bike verfügt zudem über ein fortschrittliches elektronisches Federungssystem mit automatischer Umschaltung zwischen Freizeit- und Sportmodus, das die Dämpfungseinstellungen dynamisch anpasst, um Komfort, Stabilität und Handhabung in verschiedenen Fahrsituationen zu verbessern.

Neben Innovationen im Bereich der intelligenten Mobilität präsentiert CHC die Fortschritte des taiwanesischen Förderprogramms zur Erreichung der CO₂-Neutralität in der Fahrradindustrie, einer Initiative der Behörde für industrielle Entwicklung (IDA, MOEA). Das Programm unterstützt den Übergang der Fahrradindustrie hin zu Netto-Null-Emissionen durch die Erstellung von Treibhausgasinventaren, die Bewertung des CO₂-Fußabdrucks, die Optimierung von Fertigungsprozessen, Strategien zur Materialreduzierung und die Weiterbildung der Mitarbeitenden.

Um den Übergang der Fahrradindustrie hin zur Nachhaltigkeit voranzutreiben, haben CHC und die „Bicycling Alliance for Sustainability" (BAS) Netto-Null-Roadmaps und umsetzbare Leitlinien zur Dekarbonisierung entwickelt, die speziell auf Fahrradhersteller zugeschnitten sind. Die BAS vereint derzeit 76 Mitgliedsunternehmen und setzt sich für die Förderung der Nachhaltigkeit entlang der gesamten Fahrrad-Lieferkette ein, wobei eine Umsetzungsquote von 89 % bei den Treibhausgasinventaren erreicht wurde. Durch Initiativen wie die ESG Global Initiative Forums, den Austausch von Fallbeispielen zur CO₂-Reduzierung, die Veröffentlichung von Branchen-Whitepapers und die Product Category Rules (PCR) stärkt die Initiative weiterhin Taiwans Position in der globalen grünen Wirtschaft.

CHC führt zudem seine „Electric-Assist Bicycle Battery Passport Platform" ein, die entwickelt wurde, um die Einhaltung der EU-Batterieverordnung und der bevorstehenden Anforderungen an den digitalen Batteriepass zu unterstützen. Die Plattform ermöglicht ein standardisiertes Datenmanagement über den gesamten Batterielebenszyklus und hilft Herstellern, sich auf künftige internationale Marktanforderungen vorzubereiten.

Durch die Kombination fortschrittlicher Fahrradtechnologien mit nachhaltigkeitsorientierten Brancheninitiativen demonstriert CHC Taiwans Fähigkeit, die nächste Generation intelligenter, kohlenstoffarmer Mobilität anzuführen und als vertrauenswürdiger Partner in der globalen Fahrradindustrie zu fungieren.

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WIdO-Analyse: Prävention könnte Hunderttausende Demenzerkrankungen verhindern

15.06.2026

Die Zahl der Demenzerkrankungen in Deutschland könnte bis 2060 deutlich ansteigen und das Versorgungssystem spürbar unter Druck setzen. Nach neuen Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) dürfte die Zahl der Betroffenen bei weiter steigender Lebenserwartung von derzeit rund 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen zunehmen. Grundlage der Berechnungen ist ein kleinräumiges Prognoseverfahren, das das Institut gemeinsam mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln entwickelt hat.

Die Analyse reicht hinunter bis auf die Ebene von 400 Kreisen und kreisfreien Städten und macht deutliche regionale Unterschiede sichtbar. Bereits 2020 lag der Anteil der Demenzkranken zwischen 1,0 Prozent in Tübingen und 2,6 Prozent in der brandenburgischen Prignitz. Für das Jahr 2060 erwarten die Forscher eine Spanne von 1,7 Prozent Demenzkranken in München bis zu 6,2 Prozent im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Besonders betroffen sind damit vor allem ländliche Regionen im Osten, die überdurchschnittlich altern.

Parallel zur wachsenden Zahl von Demenzfällen schrumpft der Pool potenzieller Pflege- und Betreuungspersonen im Erwerbsalter. Laut Studie kamen im Jahr 2020 rechnerisch noch 38 Menschen im erwerbsfähigen Alter auf einen Demenzfall. Bis 2060 dürfte dieses Verhältnis auf 21 Erwerbspersonen pro Fall sinken. Damit würden deutlich mehr Erkrankte von einer deutlich kleineren Zahl potenziell Erwerbstätiger versorgt werden müssen – mit entsprechenden Konsequenzen für Pflegeinfrastruktur, Kommunen und Sozialversicherungen.

Die Autoren der Studie betonen zugleich, dass der prognostizierte Anstieg nicht zwangsläufig ist. Nach heutigem wissenschaftlichem Stand lassen sich Demenzrisiken durch Prävention spürbar senken. Eine konsequentere Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes, der Verzicht auf Rauchen oder ein höheres Bildungsniveau könnten dazu beitragen, etwa die Hälfte der Neuerkrankungen zu vermeiden. In einem solchen Szenario würde sich die Zahl der Demenzfälle im Jahr 2060 nicht weiter erhöhen, sondern sich auf einem Niveau zwischen 1,3 und 1,5 Millionen stabilisieren. Die Spannbreite der Projektionen zeigt damit, wie stark der künftige Versorgungsdruck von heute eingeleiteten Präventionsstrategien abhängen dürfte.