SHANGHAI, 19. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Das 28. Internationale Filmfestival von Shanghai (SIFF) hat „AI BACKLOT" vorgestellt, eine wegweisende Initiative, die sich mit der Integration künstlicher Intelligenz in die Filmproduktion befasst. Das gemeinsam vom SIFF und Hailuo AI (MiniMax) ins Leben gerufene Programm betrachtet KI nicht nur als akademisches Thema, sondern als aktiven Akteur im professionellen Filmemachen, der Seite an Seite mit Regisseuren, Drehbuchautoren und visuellen Gestaltern daran arbeitet, Herausforderungen in Bezug auf Charakterentwicklung, emotionales Storytelling, Budgetplanung und Produktionsabläufe zu bewältigen.
Das Programm, das im Rahmen einer 43-tägigen weltweiten Ausschreibung gestartet wurde, zog fast 500 Bewerber aus sieben Ländern und Regionen an. Nach einer strengen Prüfung und einer Offline-Teamzusammenstellung wurden vier länderübergreifende Kreativteams für die Produktion von „Lightcone, N.I." (Neng Gong Zhi Ren), „Tri-Head" und „Bicycle Kids" bestätigt. Im Rahmen eines 1+1-Modells, bei dem professionelle Filmemacher mit AIGC-Entwicklern zusammengebracht wurden, stellten alle Teams innerhalb eines Monats originelle, KI-gestützte Kurzfilme fertig und dokumentierten dabei den gesamten Produktionsverlauf sowie kreative Durchbrüche.
Die Premiere von „AI BACKLOT" sowie die Veranstaltung „Creation Insights" fanden am 14. Juni im Ballsaal des Crowne Plaza Shanghai JINJUE statt. Die vier Kurzfilme wurden zusammen mit dem weltweit ersten „Industry Observation1 Report on AI-Film Hybrid Creation" vorgestellt, der von der Fakultät für Theater, Film und Fernsehen der Kommunikationsuniversität Chinas erstellt wurde. Die Veranstaltung sorgt für vollständige Transparenz im gesamten industriellen Prozess, indem sie Originalaufnahmen, Storyboards, KI-Eingabeaufforderungen und Überarbeitungsmaterialien präsentiert und der globalen Branche damit einen beispiellosen Einblick in die KI-gestützte kreative Entscheidungsfindung gewährt.
Zwei hochrangige Gäste hielten Grundsatzreden. Tong Ying, stellvertretender Direktor des Shanghai International Film & TV Festival Center, erklärte, dass AI BACKLOT darauf abzielt, ein praxisnahes, als Vorbild dienendes Branchenbeispiel zu schaffen, und betonte, dass digitale Technologie die menschliche Kreativität fördert, anstatt sie zu ersetzen. Huang Jianxin, der renommierte, erfahrene Regisseur und Initiator von AI BACKLOT, wies auf die rasante Weiterentwicklung der KI-Technologie im Filmbereich hin und betonte, dass menschliches Geschichtenerzählen, ästhetisches Urteilsvermögen und kreative Visionen nach wie vor das Herzstück der Filmkunst bilden.
Unter der Leitung einer Fachjury unter dem Vorsitz von Huang Jianxin sowie mit Gong Bo, Mu Deyuan, Yu Baimei und Zhang Chiyu fand vom 14. bis 15. Juni im Shanghai Film Art Center die zweitägige öffentliche Ausstellung „AI BACKLOT" statt. Die Besucher erkundeten offene Sets, nahmen an Workshops teil, testeten KI-Tools und nahmen an der Live-Produktions-Challenge „My Story" teil. Gestützt auf die Politik der Lingang New Area im Bereich der digitalen Kultur liefert das Projekt eine praktische chinesische Fallstudie zur weltweiten Erforschung des KI-gestützten Filmemachens.
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Nach gut zehn Monaten Bauzeit ist die stark befahrene Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin wieder vollständig in Betrieb – allerdings mit sechs Wochen Verspätung gegenüber dem ursprünglichen Zeitplan. Am frühen Morgen fuhr der erste Fernzug um 5.36 Uhr mit leichter Verspätung vom Hamburger Hauptbahnhof in Richtung Hauptstadt ab, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Bereits seit Samstagabend nutzen Güterzüge den Korridor, seit Sonntag rollen auch wieder Fern- und Regionalzüge regulär über die sanierte Verbindung.
Für Tausende Pendlerinnen und Pendler entfällt damit der belastende Ersatzverkehr mit Bussen. Während der Generalsanierung war der Fernverkehr über Stendal und Uelzen umgeleitet worden, regionale Verbindungen zwischen Hamburg und Berlin fielen monatelang aus. Schon Mitte Mai hatte die Bahn einen ersten Teilabschnitt entlastet und die durchgehende Verbindung zwischen Hamburg und Schwerin wieder aufgenommen. Nun ist die gesamte Achse zurück im Netz – die Bahn warnt jedoch vor Anlaufschwierigkeiten und empfiehlt, Fahrzeiten vorab zu prüfen.
Die Wiederinbetriebnahme verläuft holprig. Am ersten Betriebstag sammelten sich auf der frisch sanierten Strecke Verspätungen von mindestens 15 Minuten, teils deutlich darüber. Fernzüge benötigten am Sonntag in der Regel mehr als zwei Stunden und 15 Minuten zwischen den Hauptbahnhöfen, obwohl die schnellsten ICE nach Abschluss der Arbeiten eigentlich in rund einer Stunde und 47 Minuten verkehren sollen. Hintergrund ist unter anderem, dass das für Tempo 230 ausgelegte LZB-Zugsicherungssystem auf Teilen der Trasse noch nicht abgenommen ist. Auf diesen Abschnitten gilt vorerst das PZB-System mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern.
Die Bauarbeiten auf der 2025 begonnenen Generalsanierung umfassten nach Bahnangaben die Erneuerung von 165 Kilometern Gleisen und die Instandsetzung weiterer 61 Kilometer. Zudem wurden 249 Weichen eingebaut und 28 Bahnhöfe modernisiert. Der ursprünglich bis Ende April angesetzte Abschluss verzögerte sich durch einen harten Winter und gefrorenen Boden, der den Zeitpuffer aufbrauchte. Mit der jetzt abgeschlossenen Kernsanierung ist die Verbindung zwischen den beiden größten deutschen Städten infrastrukturell deutlich erneuert, ihre geplante Höchstleistung im Fahrplanbetrieb dürfte aber erst erreicht werden, wenn die technischen Zugsicherungssysteme auf der gesamten Strecke vollumfänglich verfügbar sind.