Guanlan-KI-Anwendungen: Höhere Genauigkeit, niedrigere Kosten, intelligentere Interaktion

08.09.2026

HANGZHOU, China, 8. September 2026 /PRNewswire/ -- Es ist nun über ein Jahr her, seit Hikvision die groß angelegten Guanlan-KI-Modelle auf den Markt gebracht hat. Im wahrsten Sinne des Wortes „verstehen" heutige Videosysteme, was sie sehen. Sie wissen zudem, was bereits aufgezeichnet wurde, und dank der Innovationen im Bereich der natürlichen Sprache auch, was der Nutzer möchte. Das sind die Faktoren, die es einem Produkt ermöglichen, sich an das jeweilige Einsatzszenario anzupassen – und so für einen sichereren Betrieb, geringere Kosten und weniger manuellen Aufwand zu sorgen.

Guanlan AI Applications: Higher Accuracy, Lower Cost, Smarter Interaction

KI-Erkennung und -Analyse: Alarme, auf die Sie zählen können

Perimetersicherung

Am Perimeter sind die Kosten für Fehlalarme am höchsten. Ältere Systeme werden leicht durch Tiere, Wetterbedingungen und sich bewegende Vegetation ausgelöst, wodurch echte Bedrohungen unter der manuellen Auswertungsarbeit verborgen bleiben.

Guanlan löst dieses Problem direkt an der Peripherie. DeepinViewX-Kameras setzen das Modell ein und reduzieren Fehlalarme um 90 %, während sie mit doppelter Reichweite im Vergleich zu herkömmlichen Kameras erkennen und nur halb so viele wiederholte Alarme für dasselbe Ziel auslösen. Ob optische Kameras für kurze Perimeter oder Wärmebild-, Radar- und Glasfasersensoren für große Entfernungen – die KI hilft dabei, Störsignale zu reduzieren.

Szenariospezifische Analysen

Über den Perimeter hinaus geht Guanlan über die Standard-Objekterkennung hinaus und kennzeichnet risikoreiche Vorfälle in speziellen Umgebungen. Diese Anwendungen wurden für bekannte betriebliche Risiken entwickelt und reduzieren Fehlalarme in der Regel um 70 % bis 90 %.

  • Sicherheit und Compliance: Beispiele hierfür sind die Erkennung von persönlicher Schutzausrüstung (PSA) auf Baustellen, die Sturzerkennung in Pflegeheimen und die Rauchererkennung an Tankstellen. In allen Fällen überwacht das System kontinuierlich riskante Verhaltensweisen und löst sofortige Warnmeldungen aus.
  • Betriebliche Gefahren: Beispiele hierfür sind die Erkennung von Gabelstaplern in Logistikparks sowie die frühzeitige Brand- und Raucherkennung in Bergwerken mithilfe von Zweikanal-Wärmebildkameras.
  • Spezialanwendungen: Beispiele hierfür sind die Tiererkennung auf großen landwirtschaftlichen Betrieben und die Erkennung verbotener Gegenstände an Verkehrsknotenpunkten – letztere auf Basis großer Röntgen- und Millimeterwellenmodelle.

KI-Effizienz-Engine: Mit weniger mehr erreichen

Speicherplatzersparnis durch intelligente ROI-Komprimierung

Bei der herkömmlichen Codierung wird jeder Teil des Bildes als gleich wichtig und speicherwürdig behandelt. Um eine bahnbrechende Optimierung der Videospeicherung zu ermöglichen, integriert Guanlan Encoding das große Bildverarbeitungsmodell in die Codierungspipeline. Es nutzt eine präzise Segmentierung der Region of Interest (ROI), um Details bei sich bewegenden Objekten – Menschen, Fahrzeugen und anderen wichtigen Objekten – zu erhalten, während statische Hintergründe stärker komprimiert werden. Die Speichereinsparungen liegen im Durchschnitt zwischen 30 % und 50 %.

Videosuche mit nur wenigen Wörtern

Das Auffinden eines bestimmten Moments in einem aufgezeichneten Video war bisher oft ein langwieriger Vorgang. Ein Bediener weiß zwar ungefähr, wonach er sucht, hat aber keine Möglichkeit, den genauen Zeitpunkt zu lokalisieren, außer durch das Durchscrollen der Zeitleiste.

AcuSeek macht diesen Schritt überflüssig. Basierend auf einem großen multimodalen Modell für die Videosuche in natürlicher Sprache gleicht es Bildmerkmale mit der Bedeutung einer schriftlichen Formulierung ab, sodass eine Beschreibung zur Suchanfrage wird. Die Ergebnisse liegen innerhalb von Sekunden vor.

Die nächste Stufe: Software als KI-Agent

Der neue HIKO-KI-Agent von Hikvision, der auf der HikCentral Professional-Plattform und in der Hik-Connect-App verfügbar ist, verändert die Interaktion grundlegend. Er fungiert als Vermittler zwischen dem System und dem Nutzer und wandelt komplexe Konfigurationen in einfache Sprachbefehle um.

HIKO fungiert als KI-Assistent, der administrative Anweisungen sofort ausführt – wie beispielsweise die Einrichtung eines Besucherzugangs anhand eines Kennzeichens oder das Abrufen eines Anwesenheitsberichts, indem man einfach danach fragt. Er fungiert als KI-Wächter, der Regelkonfigurationen durch Befehle in natürlicher Sprache ersetzt (z. B. „Benachrichtige mich, wenn der Durchgang blockiert ist"), jeden Alarm mit einer schriftlichen Zusammenfassung versieht und kontextbezogene Audio-Warnungen aus der Szene zusammenstellt. Schließlich rekonstruiert es als KI-Suchmaschine den vollständigen Bewegungsweg einer Person – über Videoaufzeichnungen, Türprotokolle und ANPR-Erfassungen hinweg –, einfach weil der Bediener gefragt hat: „Wohin ist der Mann im blauen Hemd gegangen?"

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Antisemitismus-Debatte nach ZDF-Sendung: Anwalt spricht von „Falschbehauptung des Innenministers“

08.10.2026

Die Berliner Linken-Politikerin Elif Eralp geht juristisch gegen Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) vor. Eralp und ihr Berliner Landesverband haben nach Angaben ihres Rechtsbeistands Strafanzeige beziehungsweise Strafantrag gegen den Minister gestellt. Hintergrund ist eine Passage in der ZDF-Talkshow „Maybrit Illner“, in der sich die Moderatorin versprochen und Eralp in einem Satz fälschlich als Antisemitin bezeichnet hatte, bevor sie sich sofort korrigierte. Dobrindt kommentierte diese Szene mit den Worten „Na doch“.

Aus Sicht des von Eralp mandatierten Anwalts Jasper Prigge macht sich der Minister damit den Versprecher der Moderatorin zu eigen. In einem Schriftsatz, der mehreren Medien vorliegt, heißt es, Dobrindt stelle durch seine Einlassung eine Tatsachenbehauptung auf, die den Tatbestand der üblen Nachrede erfülle. Zudem liege eine Beleidigung vor, weil die Bezeichnung als Antisemitin „in erheblichem Maße ehrabträglich“ sei. Eralp habe sich nach Darstellung ihres Anwalts selbst nie in einer Weise geäußert, die als antisemitisch zu bezeichnen wäre, vielmehr trete sie öffentlich für den Schutz jüdischen Lebens ein.

Der Anwalt spricht von einer „Falschbehauptung des Innenministers“. Die Äußerung im Fernsehen sei geeignet, das öffentliche Wirken der Berliner Spitzenpolitikerin erheblich zu erschweren. In dem Schriftsatz wird darauf verwiesen, dass die Verbreitung des Eindrucks, Eralp würde selbst sagen, sie sei Antisemitin, ihre Integrität als politische Amtsträgerin infrage stellen und damit auch Auswirkungen auf politische Prozesse in Berlin haben könne. Eralp ist Spitzenkandidatin der Linken für das Rote Rathaus.

Die Auseinandersetzung hatte sich in der ZDF-Sendung an einem Schlagabtausch zwischen Dobrindt und der Linken-Bundestagsfraktionschefin Heidi Reichinnek entzündet. Während der Debatte unterlief Moderatorin Maybrit Illner der Versprecher, sie korrigierte sich jedoch unmittelbar mit dem Hinweis, Eralp sei „keine Antisemitin“. Dobrindts anschließender Kommentar bildet nun den Kern des juristischen Streits. Zu möglichen weiteren Schritten der Strafverfolgungsbehörden und einer Reaktion des Bundesinnenministers lagen zunächst keine näheren Angaben vor.