MÜNCHEN, 24. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Envision präsentierte heute auf der Intersolar Europe 2026 seine Fähigkeiten im Bereich integrierter Energiesysteme und demonstrierte dabei, wie das Unternehmen Energie über eine durchgängige Architektur hinweg vernetzt, speichert und koordiniert.
Das Portfolio, das nun erstmals in Europa vorgestellt wird, umfasst das AI Power System von Envision für KI-Rechenzentren, das Gen 8 4,X-MWh-Langzeit-Energiespeichersystem und die Full-Stack-Hybridlösung aus Windkraft, Solarenergie und Speicherung mit dem von Envision selbst entwickelten Solarwechselrichter.
Die Präsentation spiegelt den systemorientierten Ansatz von Envision wider, der Batteriezellen, Energiespeichersysteme, Leistungselektronik, digitale Plattformen und Echtzeitkoordination umfasst. Die Lösungen zielen auf drei entscheidende Szenarien ab: die Stromversorgung von KI-Infrastrukturen, die Stabilisierung von Netzen mit hohem Anteil an erneuerbaren Energien und die Beschleunigung der Dekarbonisierung der Industrie.
„Der Engpass für das Wachstum im KI-Bereich und in der Industrie ist zunehmend die Verfügbarkeit von zuverlässigem, erschwinglichem und kohlenstoffarmem Strom", sagte Kevin Huang, Senior Vice President und Leiter der Produktlinie Energiespeicher bei Envision. „Die nächste Phase der Energiewende wird nicht nur durch die Kosten pro Wattstunde bestimmt, sondern durch die Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Stromnetzes. Unser Ziel ist es, erneuerbare Energien nicht nur sauber, sondern auch stabil, regelbar und in großem Maßstab wirtschaftlich wettbewerbsfähig zu machen."
AI Power System: Saubere, zuverlässige Strominfrastruktur für KI-Rechenzentren
Das AI Power System von Envision bewältigt eine entscheidende Herausforderung für die KI-Infrastruktur: Der Rechenbedarf wächst schneller als die saubere, zuverlässige und kostengünstige Energie, die zu seiner Deckung benötigt wird.
Basierend auf physikalischen KI-Modellen koordiniert das System Stromerzeugung, Netzinteraktion, Speicherung und Rechenlasten über drei Ebenen hinweg: netzseitige Wind-Solar-Speicher-Hybridsysteme, netzbildende BESS auf Mittelspannungsstationenebene sowie eine 800-V-Gleichstrom-Architektur, die Solid-State-Transformator-Technologie (SST) mit Energiespeichern integriert.
Der 2,5-MW-SST-Container von Envision wandelt 10/13,8-kV-Wechselstrom in 800-V-Gleichstrom um, erreicht dabei einen Wirkungsgrad von bis zu 98,5 % und senkt den Kupferverbrauch um bis zu 80 %.
Um den dynamischen Strombedarf von KI-Rechenzentren zu decken, bietet Envision zwei sich ergänzende 800-V-Gleichstrom-Energiespeicherlösungen an. Für die Notstromversorgung und die Energieverschiebung über mehrere Stunden hinweg bietet das kompakte, auf LFP basierende Speichersystem von Envision eine Leistung von bis zu 2,5 MW bei einer Laufzeit von zwei Stunden und mehr. Zur schnellen Leistungsglättung und zum Ausgleich schneller KI-Lastschwankungen lädt und entlädt sich die Natrium-Ionen-Lösung von Envision innerhalb von Minuten und bietet dabei hohe thermische Stabilität, hohe Leistungsfähigkeit und eine lange Zyklenlebensdauer.
Zusammen ermöglichen diese Technologien KI-Rechenzentren einen Betrieb mit höherer Effizienz, Ausfallsicherheit und einer besseren Nutzung erneuerbarer Energien, während sie gleichzeitig die zunehmend dynamischen Lastprofile fortschrittlicher GPU-Cluster unterstützen.
In Projektumsetzungen hat das AI Power System von Envision das Potenzial unter Beweis gestellt, die Energieeffizienz der Rechenprozesse deutlich zu verbessern, die zuverlässige Versorgung der Rechenlasten mit erneuerbarer Energie zu erhöhen, die Inbetriebnahmezeiten des Stromnetzes zu verkürzen und je nach Projektbedingungen zusätzliche nutzbare Kapazitäten aus bestehenden Netzressourcen zu erschließen.
Das AI Power System von Envision ist bereits im Chifeng Net-Zero Industrial Park in Betrieb, wo es ein wegweisendes Projekt zur Koordination von Rechenleistung unterstützt, das gemeinsam mit Tencent, einem führenden Technologieunternehmen im Bereich Cloud- und KI-Dienste, entwickelt wurde. In Ulanqab errichtet Envision zudem den „Envision Galaxy Campus", ein KI-Rechenzentrum im Gigawatt-Maßstab, das mit direkt angeschlossener erneuerbarer Energie betrieben wird und damit demonstriert, wie KI-Infrastruktur von Anfang an auf saubere, regelbare Energie ausgerichtet geplant werden kann.
Es bildet zudem die Grundlage für „Mission Gobi", Envisions globale Initiative zum Aufbau von 5 GW grüner KI-Rechenzentrumskapazität in Wüsten- und Trockengebieten bis 2030.
Gen 8 LDES: Netzbildende Langzeitspeicher für Stromnetze mit hohem Anteil an erneuerbaren Energien

Envision hat zudem das Gen 8 4,X-MWh-Langzeit-Energiespeichersystem auf den Markt gebracht, das speziell für Netze mit hohem Anteil an erneuerbaren Energien und eine zuverlässige Stromversorgung entwickelt wurde.
Das System basiert auf den von Envision selbst entwickelten Zellen und der SiC-String-PCS-Technologie und bietet eine Überlastfähigkeit von 250 % für Netzbildungsanwendungen. Dadurch wird ein echtes Spannungsquellenverhalten während der in Netzauswirkungsstudien untersuchten großen Transienten aufrechterhalten, was Entwicklern dabei hilft, sich im Wettbewerb um kommerzielle Netzbildungsdienste zu behaupten.
Das System unterstützt eine Speicherdauer von 8 bis 16 Stunden, liefert einen Round-Trip-Wirkungsgrad von bis zu 91 % und ist für eine Betriebsdauer von 25 Jahren ausgelegt. In geeigneten Szenarien ist es darauf ausgelegt, die interne Rendite des Projekts durch höhere Systemeffizienz, kompakten Aufbau und langfristigen Betriebswert um 1 bis 3 Prozentpunkte zu verbessern.
Gen 8 erhöht die Genauigkeit der Ladezustandsanzeige auf 2 % und arbeitet mit einem Geräuschpegel, der 15 dB(A) unter den Branchennormen liegt. Entwickelt für raue Umgebungen, arbeitet es zuverlässig bei Temperaturen von -40 °C bis 50 °C und verfügt optional über Korrosionsschutz der Klasse C5H. Seine modulare Architektur reduziert den Platzbedarf um mehr als 30 % im Vergleich zu typischen 5–7-MWh-Systemen, während das Stückgewicht unter 30 Tonnen bleibt, um Transport und Installation zu vereinfachen.
Full-Stack-Hybridlösung: Koordination von Wind, Solar und Speicherung mit eigener Wechselrichtertechnologie
Die Hybridlösung von Envision für Wind, Solar und Speicherung liefert rund um die Uhr regelbaren sauberen Strom für Industrie- und Versorgungskunden über den gesamten Projektlebenszyklus hinweg – von der Planung über die Lieferung bis hin zum langfristigen Betrieb.
Auf der Intersolar Europe 2026 erweiterte Envision diese Lösung mit der europäischen Markteinführung seines netzgekoppelten PV-String-Wechselrichters. Mit dieser Ergänzung kombiniert Envision seine hauseigene Leistungselektronik mit einer Echtzeit-Koordinationsplattform, um einen integrierten Solar-Speicher-Betrieb innerhalb einer einzigen Systemarchitektur zu ermöglichen.
Die Lösung ermöglicht eine Koordination im Millisekundenbereich von der Modul- bis zur Anlagenebene und verbessert so die Systemleistung, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit des Projekts.
Für Industriekunden koordiniert der „Source-Grid-Load-Storage"-Ansatz von Envision die erneuerbare Stromerzeugung vor Ort, die Speicherung, den Netzanschluss und den Energieverbrauch, um Kosten zu senken und die Stromversorgungsstabilität zu verbessern.
Envision bietet zudem Dienstleistungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg an, die Prognose, Planung, Einsatzsteuerung und Betrieb umfassen, und unterstützt Kunden so dabei, die Leistung von der Projektentwicklung bis hin zum jahrzehntelangen Betrieb zu optimieren.
Weitere Informationen finden Sie unter https://www.envision-group.com/
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Im Land Bremen beginnt nach den Sommerferien ein Pilotprojekt, das den Arbeitsalltag von Lehrkräften grundlegend verändern könnte. An neun ausgewählten Schulen erfassen die Lehrerinnen und Lehrer künftig ihre gesamte Arbeitszeit digital – weit über die bisher dokumentierten Unterrichtsstunden hinaus. Bildungsenator Mark Rackles (SPD) spricht von einem Schritt, der Schule "perspektivisch" verändern werde. Erste Auswertungen des Testlaufs werden für Ende 2027 oder Anfang 2028 erwartet.
Hintergrund ist die gewachsene Bandbreite an Aufgaben, die im bisherigen System kaum abgebildet wird. Neben Unterricht kommen Elternarbeit, Team- und Gremienarbeit, Konferenzen, Schulentwicklungsprojekte sowie Fahrten hinzu. Lehrkräfte berichten zudem von regelmäßigem Arbeiten am Abend oder am Wochenende, etwa für Vorbereitung, Korrekturen oder digitale Kommunikation mit Eltern und Schülerinnen und Schülern. Nach Ansicht des Senats soll diese Belastung künftig sichtbar und systematisch erfasst werden.
Technisch setzt Bremen auf ein digitales Tool, auf das Lehrkräfte per Smartphone oder Rechner zugreifen können. Sie tragen Datum, Uhrzeit und Art der Tätigkeit ein – zur Auswahl stehen Kategorien wie "Unterricht", "Coaching" oder "Austausch"; auch Abwesenheiten durch Krankheit oder Urlaub werden eingepflegt. Das Projekt ist auf ein gesamtes Schuljahr angelegt. In einer Einführungsphase lernen Lehrkräfte die Anwendung kennen, anschließend analysieren Projektgruppen erste Ergebnisse und suchen insbesondere mit stark belasteten Lehrkräften das Gespräch, um gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.
Politisch und arbeitsrechtlich geht es um mehr als ein Softwareprojekt. Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts von 2022 müssen alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – und damit auch Lehrkräfte – ihre Arbeitszeit erfassen. Der Bremer Testlauf soll daher grundsätzliche Fragen klären: In welchem Umfang ist Wochenendarbeit zulässig? Wie wird eine Klassenfahrt bewertet? Wie lassen sich Teilzeitmodelle, Datenschutz und Gestaltungsspielräume bei der Arbeitszeit unter einen Hut bringen? Rackles betont, das Vorhaben sei nicht nur für Bremen gedacht, sondern solle Erkenntnisse für alle Bundesländer liefern.