KAOHSIUNG, 5. Oktober 2026 /PRNewswire/ -- E&R Engineering Corp. (TWSE: 8027), ein internationaler Anbieter von Halbleiterverpackungsanlagen, gab heute die bevorstehende feierliche Eröffnung seiner neuen malaysischen Tochtergesellschaft – E&R SEMICONDUCTOR (MALAYSIA) SDN. BHD. – in der Freihandelszone von Melaka am 13. Oktober bekannt.

Um der steigenden Nachfrage in Südostasien gerecht zu werden, baut E&R Engineering seine globale Strategie für den Geschäftsbereich Verpackungsmaterialien aus. Während das Werk in China weiterhin ein stetiges Geschäftswachstum verzeichnet, verlagert E&R strategisch einen Teil seines Produktionsschwerpunkts nach Malaysia und erweitert gleichzeitig die Gesamtkapazität. Die neue Anlage durchläuft derzeit Mustertests und Qualifizierungsverfahren; der Start der Serienproduktion ist für Anfang nächsten Jahres geplant. Das Werk soll 50 Arbeitsplätze vor Ort schaffen und die Lieferkapazitäten von E&R für Halbleiter- und OSAT-Kunden in Südostasien stärken.
Vertiefung der Präsenz im Verpackungszentrum Südostasiens: Lokalisierte Serienproduktion fortschrittlicher Trägerbänder
Der malaysische Halbleitermarkt, auf den etwa 13 % der weltweiten Backend-Verpackungs- und Testkapazitäten entfallen, wird dank starker politischer Unterstützung bis 2030 voraussichtlich ein Volumen von 16,51 Milliarden US-Dollar erreichen. Um diese Dynamik und die steigende regionale Kundennachfrage zu nutzen, hat E&R in Phase III der Freihandelszone Batu Berendam in Melaka eine Niederlassung errichtet. Die Anlage bringt ihr Fertigungs-Know-how bei hochwertigen geprägten Trägerbändern und Abdeckbändern direkt in die lokale Produktion ein.
Durch „lokale Fertigung und schnelle Reaktionszeiten" geht das neue Werk direkt auf die Bedürfnisse von OSAT- und Halbleiterkunden ein – es verkürzt die Vorlaufzeiten und bietet gleichzeitig hohe Präzision, hervorragenden Schutz vor elektrostatischer Entladung (ESD) sowie robuste Verpackungsschnittstellen, um fortschrittliche Verpackungstrends wie die Chip-Miniaturisierung und die Chiplet-Integration zu unterstützen.
Ein neues Kapitel mit „Innovation, Zusammenarbeit und Wachstum"
KS Chen, Präsident von E&R, erklärte: „Um der wachsenden Kundennachfrage in Südostasien gerecht zu werden, haben wir einen Teil unseres Produktionsschwerpunkts für Verpackungsmaterialien nach Malaysia verlagert und gleichzeitig die Kapazitäten erweitert. Darüber hinaus dient diese Anlage als lokaler Knotenpunkt für die Außendiensttechniker von E&R im Bereich Halbleiterausrüstung. Wir werden uns darauf konzentrieren, lokale Talente einzustellen und unser spezialisiertes Team für Ausrüstungstechnik aufzubauen, damit wir sofortigen, vor Ort abgestimmten technischen Support und Kundendienstleistungen anbieten können."
AK Ong, Geschäftsführer des Werks in Malaysia, fügte hinzu: „Die Fertigstellung unserer neuen Anlage ermöglicht es uns, näher an unseren Kunden zu sein und Unterstützung in Echtzeit anzubieten. Wir bleiben unserem Engagement treu, Produkte von höchster Qualität zu liefern und jeden Qualitätskontrollpunkt streng zu überwachen, um eine Win-Win-Zukunft für alle zu schaffen."
E&R Website: https://en.enr.com.tw/
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Der hessische Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) hat eine Neujustierung des Umgangs mit der AfD im Bundestag gefordert und damit eine innerparteiliche wie parlamentarische Grundsatzdebatte angestoßen. In einem Interview mit dem Magazin „Stern“ plädierte der CDU-Politiker dafür, der AfD die ihr nach dem üblichen Verteilungsschlüssel zustehenden Vorsitzendenposten in den Fachausschüssen des Bundestags nicht länger zu verwehren. „Die Partei ist gewählt, und so sollte man mit ihr auch umgehen“, sagte Rhein und verwies darauf, dass die AfD im hessischen Landtag und in anderen Länderparlamenten bereits Ausschussvorsitze innehat.
Im Bundestag verfügt die AfD wie die anderen Fraktionen über ein Vorschlagsrecht für bestimmte Ausschussvorsitze. Bisher scheiterte sie jedoch regelmäßig daran, dass ihre Kandidatinnen und Kandidaten bei den Wahlen in den Ausschüssen nicht die Unterstützung der Abgeordneten der übrigen Parteien erhielten und damit die nötigen Mehrheiten verfehlten. Eine Klage der AfD-Bundestagsfraktion vor dem Bundesverfassungsgericht blieb im September 2024 ohne Erfolg; Karlsruhe sah keinen Anlass, in das Verfahren der Ausschussbesetzungen einzugreifen. Politisch aber gewinnt die Frage durch Rheins Vorstoß neue Brisanz.
Rhein grenzt sich zugleich von einer inhaltlichen Annäherung an die AfD ab und lehnt ein Verbotsverfahren gegen die Partei ab. Er halte das vielzitierte Bild einer „Brandmauer“ für falsch, betonte der CDU-Landeschef. Für die Union gelte: „Wir grenzen uns klar von der AfD ab, aber wir grenzen die Partei nicht aus.“ Das müsse sich auch in der Parlamentsarbeit widerspiegeln. Anstelle juristischer Schritte warb Rhein dafür, die AfD politisch zu stellen: Die CDU müsse den Wählerinnen und Wählern „ein besseres Angebot machen“ und die „Deutungshoheit über die Alltagsfragen“ zurückgewinnen. Eine Zusammenarbeit mit der AfD setze aus seiner Sicht eine „Politik der klaren roten Linien“ voraus.
Die AfD bewertet die Äußerungen des hessischen Regierungschefs als Signal eines sich abzeichnenden Kurswechsels in der Union. Der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einem „überfälligen“ Schritt und einem Zeichen für ein „generelles Umdenken in der CDU“. Die Forderung nach Ausschussvorsitzen sei „nur der erste Schritt – weitere werden folgen“, prognostizierte Baumann. Angesichts jüngster Wahlergebnisse sehe er die Union unter Druck, ihre bisherige Ausgrenzungsstrategie zu überdenken. Koalitionsfraktionen im Bundestag wiesen einen von Rhein geforderten Kurswechsel allerdings zurück und halten bislang an der Linie fest, AfD-Kandidaten für Ausschussvorsitze nicht zu unterstützen.
In den Fachausschüssen des Bundestags wird ein Großteil der inhaltlichen Gesetzgebungsarbeit vorbereitet. Die Vorsitzenden spielen eine zentrale Rolle bei der Organisation der Beratungen und der Tagesordnungsgestaltung. Die Verteilung dieser Schlüsselpositionen erfolgt nach einem festgelegten Schlüssel zwischen den Fraktionen, doch bleibt die tatsächliche Besetzung an die Wahl durch die Ausschussmitglieder gebunden. Vor diesem Hintergrund berührt die von Rhein angestoßene Debatte nicht nur die Machtbalance zwischen den Fraktionen, sondern auch die Frage, wie das Parlament mit Parteien umgeht, die zwar demokratisch gewählt sind, von großen Teilen des Hauses aber weiterhin klar abgelehnt werden.