KOPENHAGEN, Dänemark, und SINGAPUR, 24. Juni 2026 /PRNewswire/ -- ATLANT 3D, das A*STAR-Institut für Materialforschung und -technik (A*STAR IMRE) sowie der National Additive Manufacturing Innovation Cluster (NAMIC), eine von A*STAR betriebene nationale Plattform, haben eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) unterzeichnet, um gemeinsam ein Zentrum für die Entwicklung fortschrittlicher Werkstoffe („A-HUB") in Singapur zu errichten.

Ziel der Partnerschaft ist es, die von ATLANT 3D entwickelte DALP®-Technologie (Direct Atomic Layer Processing) mit der Materialtechnik-Expertise von A*STAR IMRE sowie den Kompetenzen von NAMIC in den Bereichen additive Fertigung und Ökosystementwicklung zu kombinieren. Die Partner werden Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der KI-gestützten Materialforschung für fortschrittliche Verpackungstechnologien, Siliziumphotonik und Halbleiterfertigung untersuchen.
A-HUB Singapore soll die Materialsynthese mit hohem Durchsatz, die autonome Materialentdeckung und die beschleunigte Technologieentwicklung unterstützen, neuartige Innovationsprojekte mit Industriepartnern ermöglichen und Singapurs eigenständige Infrastruktur für fortschrittliche Fertigung sowie das Innovationsökosystem im Bereich der Werkstoffe stärken.
„Singapur ist in der ganzen Welt führend bei der Einführung fortschrittlicher Werkstoffe und Fertigungstechnologien der nächsten Generation im industriellen Maßstab", sagte Dr. Maksym Plakhotnyuk, CEO und Gründer von ATLANT 3D. „Durch die Kombination der DALP®-Technologie von ATLANT 3D mit der erstklassigen Materialexpertise von A*STAR IMRE und dem Innovationsökosystem von NAMIC werden wir die weltweit erste Hochdurchsatz-Materialinnovations-Foundry für fortschrittliche Anwendungen in den Bereichen Halbleiter, Siliziumphotonik und fortschrittliche Verpackungstechnologien schaffen."
„Durch diese Zusammenarbeit mit ATLANT 3D integrieren wir modernste Verfahren zur Atomlagenabscheidung in unseren Materialentwicklungsablauf, wodurch wir die Erforschung und Optimierung funktionaler Dünnschichtmaterialien beschleunigen können", sagte Prof. Loh Xian Jun, Geschäftsführer von A*STAR IMRE. „Die Kombination der Expertise von ATLANT 3D im Bereich fortschrittlicher Abscheidungstechnologien mit den fundierten materialwissenschaftlichen Kompetenzen und der erstklassigen Charakterisierungsinfrastruktur von A*STAR IMRE stärkt unsere Fähigkeit, Forschungsergebnisse in praktische Anwendungen für Singapurs fortschrittliche Fertigungsindustrie umzusetzen."
„Die nächste Herausforderung für die Menschheit erfordert Durchbrüche bei Materialien mit überlegenen Eigenschaften, die durch digitale additive Verfahren im geschlossenen Regelkreis ermöglicht werden", sagte Dr. Ho Chaw Sing, Vorstandsvorsitzender von NAMIC und Geschäftsführer des A*STAR Science and Engineering Research Council. „A-HUB soll eine gemeinsame Plattform sein, die Forschung, Industrie und Partner aus dem Ökosystem enger zusammenbringt, um die Entwicklung von Supermaterialien vom Labor in die Fertigung zu beschleunigen und Singapurs Position als globaler Knotenpunkt für Materialien der nächsten Generation und fortschrittliche Fertigung zu stärken."
Die vollständige Pressemitteilung finden Sie hier: https://atlant3d.com/atlant3d-astar-namic/
Erfahren Sie mehr über ATLANT 3D unter www.atlant3d.com.
Erfahren Sie mehr über die Agency for Science, Technology and Research (A*STAR) unter www.a-star.edu.sg.
Erfahren Sie mehr über NAMIC unter https://namic.sg.
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Die Zukunft des deutsch-französischen Panzerprojekts MGCS gerät zunehmend ins Wanken. Armin Papperger, Vorstandschef des Düsseldorfer Rüstungskonzerns Rheinmetall, schließt einen Rückzug Frankreichs aus dem Vorhaben nicht mehr aus. In einem Interview mit der „Welt am Sonntag“ sprach er von einem „Gefahrenszenario“, betonte allerdings, dass bislang keine endgültigen Entscheidungen gefallen seien. Die Diskussionen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem mit dem Ende des Kampfflugzeugprojekts FCAS (Scaf) bereits ein anderes zentral geplantes Vorzeigeprojekt der Verteidigungskooperation zwischen Berlin und Paris gescheitert ist.
Nach Informationen Pappergers plant Frankreich, das Budget für das „Main Ground Combat System“ (MGCS) drastisch zu kürzen. Im Gespräch ist demnach ein Ansatz von weniger als der Hälfte der ursprünglichen Planungen. Zwar unterstrich der Rheinmetall-Chef, dass es „null Entscheidungen über das finale Budget“ gebe, doch ein reduzierter Finanzrahmen hätte nach seiner Einschätzung unweigerlich die Streichung von Leistungsumfängen und weitere Verzögerungen zur Folge. „Wenn man weniger Geld zur Verfügung hat, wird man nicht schneller, und wir sind jetzt schon sehr langsam“, sagte er. Bereits jetzt liegt das Programm, das seit rund einem Jahrzehnt läuft, weit hinter den ambitionierten politischen Ankündigungen zurück.
Das MGCS-Projekt wurde auf Initiative der Regierungen Frankreichs und Deutschlands gestartet, um ein gemeinsames, plattformübergreifendes Bodenkampfsystem zu entwickeln, das ab etwa 2040 die Kampfpanzer Leopard 2 und Leclerc ersetzen soll. Beteiligt sind neben Rheinmetall der französische Technologiekonzern Thales sowie KNDS – ein Zusammenschluss des deutschen Herstellers Krauss-Maffei Wegmann und des staatlichen französischen Rüstungsunternehmens Nexter. Trotz der politischen Bedeutung des Vorhabens sind die finanziellen Mittel bislang überschaubar: Die vier Partnerunternehmen haben in rund zehn Jahren zusammen lediglich 25 Millionen Euro erhalten, was Papperger als „offensichtlich sehr wenig Geld“ bezeichnete.
Parallel zum schleppend verlaufenden MGCS treiben Rheinmetall und KNDS Deutschland auf deutscher Seite bereits eine Zwischenlösung voran. Der in der Militärfachpresse inoffiziell „Leopard 3“ genannte neue Kampfpanzer soll nach aktueller Planung Anfang der 2030er Jahre in Dienst gestellt werden und damit die Lücke überbrücken, bis ein mögliches MGCS-System verfügbar wäre. Für MGCS selbst wird die Einsatzreife derzeit erst in den 2040er Jahren erwartet – ein Zeithorizont, den Papperger als „eine Wahnsinnszeit“ bezeichnete. Vor diesem Hintergrund stellte er die grundsätzliche Realisierung des Projekts offen in Frage: „Ich kann heute nicht sagen, ob es überhaupt ein MGCS geben wird.“ Die jüngsten Budgetüberlegungen in Paris verstärken diese Unsicherheit und nähren Zweifel daran, ob Europa den angestrebten gemeinsamen Panzer der Zukunft tatsächlich auf die Spur bringen kann.