90 % der Unternehmen erhöhen ihre Investitionen in KI-Marketing, aber nur 12 % können die tatsächliche Wirkung messen: Bericht zur globalen Umfrage unter Marketingleitern von Comviva

08.06.2026

NEU-DELHI, 8. Juni 2026 /PRNewswire/ -- Auch wenn die Einführung von KI in allen Marketingbereichen an Fahrt gewinnt, haben die meisten Unternehmen Schwierigkeiten, ihren geschäftlichen Nutzen nachzuweisen. 90 % der Unternehmen haben ihre Investitionen in KI-Marketing in den letzten zwei Jahren erhöht. Nur 12 % können nachweisen, dass diese Investitionen Wirkung gezeigt haben. Diese Kluft zwischen Erwartungen und tatsächlichen Ergebnissen ist die entscheidende Herausforderung für die Marketingführung in den nächsten 18 Monaten. Vor diesem Hintergrund hat Comviva seinen Bericht zur globalen Umfrage unter Marketingleitern mit dem Titel „The AI Efficiency Divide: Measuring AI's Real Value Beyond the Hype" („Die KI-Effizienzlücke: Messung des tatsächlichen Werts von KI jenseits des Hypes") veröffentlicht, der untersucht, wie Marketingleiter KI skalieren und zugleich unter dem Druck stehen, greifbare Ergebnisse nachzuweisen.

Comviva_Logo

Der Bericht unterstreicht außerdem Lücken beim Reifegrad der Messung: Nur 16 % der Marketingleiter sind zuversichtlich, KI-Investitionen mit klaren geschäftlichen Nachweisen begründen zu können, während viele sich weiterhin auf Näherungswerte verlassen. Er zeigt außerdem eine begrenzte Kostentransparenz, da 67 % der Unternehmen nicht in der Lage sind, die Gesamtkosten für KI zu bestimmen, und 79 % sich eher auf Schätzungen als auf genaue Messungen verlassen, was die Diskrepanz zwischen Investitionen und messbarer Wirkung verstärkt.

Die Nachweislücke, mit der niemand gerechnet hat

Laut dem Bericht besteht eine erhebliche Diskrepanz zwischen dem Einsatz von KI und der Wertrealisierung, da den meisten Unternehmen robuste Messstrukturen fehlen.

  • Während sich 35 % auf grobe Schätzungen verlassen, verfolgen 32 % die Kampagnenaktivitäten, ohne sie mit den Umsatzergebnissen zu verknüpfen, und 21 % haben überhaupt keine konsistente Messinfrastruktur.
  • Gleichzeitig fordern 86 % der Führungsteams überzeugendere Nachweise für die Kapitalrendite, was den Druck auf Marketingleiter erhöht, KI-Investitionen mit greifbaren Geschäftsergebnissen zu rechtfertigen.

Was steht der Messung von KI im Weg?

Der Bericht zeigt strukturelle Hindernisse auf, die Unternehmen daran hindern, die Wirkung von KI effektiv zu messen.

  • Die Kostenfragmentierung ist die größte Herausforderung: 62 % der Unternehmen haben damit zu kämpfen, dass sich KI-Ausgaben auf Cloud-Infrastruktur, Fachkräfte, Daten und Dienstleister verteilen.
  • Außerdem nennen 58 % eine komplexe Umsatzzuordnung, da KI mehrere Kontaktpunkte beeinflusst und ihr Beitrag dadurch schwer zu isolieren ist.
  • Weitere 55 % berichten von einer Diskrepanz zwischen Kundenerlebnis und Umsatz, während 50 % auf Lücken bei Steuerung und Integration hinweisen, die eine konsistente Messung einschränken.

Rajesh Chandiramani, Geschäftsführer von Comviva, sagte: „KI entwickelt sich rasch von der Experimentierphase hin zur unternehmensweiten Einführung, und die Branche tritt in eine Phase ein, in der Nachweisbarkeit und Ergebnisse den Erfolg bestimmen werden. Unternehmen werden sich zunehmend darauf konzentrieren, KI-Investitionen direkt mit Geschäftskennzahlen zu verknüpfen – sei es Umsatzwachstum, Kundenwert über die gesamte Kundenbeziehung oder betriebliche Effizienz. Die eigentliche Chance liegt darin, die richtigen Messstrukturen und Datengrundlagen zu schaffen, die diesen Wandel tragen. Wer KI von einer reinen Fähigkeit zu einem konsequent messbaren geschäftlichen Erfolgsfaktor machen kann, ist am besten positioniert, um in der nächsten Phase der digitalen Transformation die Führung zu übernehmen."

Diese Ergebnisse zeigen, dass KI die stärkste Wirkung entfaltet, wenn sie in Anwendungsfällen eingesetzt wird, die mit Umsatzsteigerung und Entscheidungsfindung in Echtzeit verbunden sind.

Wo sich KI-Investitionen tatsächlich auszahlen

Trotz dieser Herausforderungen liefern bestimmte KI-Anwendungsfälle klare Erträge.

  • An erster Stelle stehen Kundensegmentierung und Zielgruppenansprache, genannt von 57 % der Befragten, gefolgt von Kampagnenautomatisierung und -optimierung mit 43 %.
  • Prädiktive Personalisierung und Empfehlungen, die von 41 % hervorgehoben werden, tragen ebenfalls zu einer stärkeren Kundeneinbindung bei.
  • Preis- und Angebotsoptimierung (39 %) sowie Nachfrageprognosen (36 %) tragen ebenfalls zu verbesserter Entscheidungsfindung und besseren Umsatzergebnissen bei.

Die tatsächliche Kostenrechnung: Umsatztreiber und versteckte Kosten

Während Unternehmen allmählich erkennen, wo KI den Umsatz steigert, unterschätzen sie oft die tatsächlichen Kosten.

  • Zu den wichtigsten Umsatztreibern gehören Verbesserungen beim Kundenwert über die gesamte Kundenbeziehung (43 %), bei der Effizienz der Kundenakquise (40 %) und bei den Konversionsraten (38 %).
  • Die Kostentransparenz ist jedoch nach wie vor fragmentiert: 62 % erfassen Software- und API-Kosten, während 56 % die Cloud-Infrastruktur berücksichtigen.
  • Vor allem die Kosten für Fachkräfte und Integration werden oft zu niedrig angesetzt, sodass die gesamten KI-Investitionen um 30 % bis 50 % unterschätzt werden.

Diese unvollständige Sichtweise birgt die Gefahr, die Kapitalrendite zu überschätzen und Investitionsentscheidungen in die falsche Richtung zu lenken.

Warum vielversprechende KI-Initiativen immer noch scheitern

Der Bericht hebt hervor, dass viele KI-Initiativen aufgrund von Lücken in der Umsetzung bei der Skalierung scheitern.

  • Rund 54 % der Unternehmen haben Schwierigkeiten, Zeitpläne für die Bereitstellung zu definieren und zu verfolgen, wodurch sich die Zeit bis zur Wertrealisierung verlängert.
  • Zugleich sind 57 % nicht in der Lage, Verbesserungen des Kundenerlebnisses mit messbaren Umsatzergebnissen zu verknüpfen, und 58 % nennen Herausforderungen in Bezug auf Erklärbarkeit und Vertrauen.

Diese Lücken deuten darauf hin, dass Erfolg nicht nur vom Einsatz von KI abhängt, sondern auch davon, KI in den Bereichen Geschwindigkeit, Kundenerlebnis und Steuerung wirksam in den Abläufen zu verankern.

Hier finden Sie den vollständigen Bericht – HIER KLICKEN

Medienkontakt: Sundeep Mehta | +91 9910030732 | sundeep.mehta@comviva.com

Logo: https://mma.prnewswire.com/media/995982/5554137/Comviva_Logo.jpg

 

Cision View original content:https://www.prnewswire.com/news-releases/90--der-unternehmen-erhohen-ihre-investitionen-in-ki-marketing-aber-nur-12--konnen-die-tatsachliche-wirkung-messen-bericht-zur-globalen-umfrage-unter-marketingleitern-von-comviva-302793626.html

Other news

WIdO-Analyse: Prävention könnte Hunderttausende Demenzerkrankungen verhindern

15.06.2026

Die Zahl der Demenzerkrankungen in Deutschland könnte bis 2060 deutlich ansteigen und das Versorgungssystem spürbar unter Druck setzen. Nach neuen Prognosen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) dürfte die Zahl der Betroffenen bei weiter steigender Lebenserwartung von derzeit rund 1,3 Millionen auf bis zu 2,1 Millionen zunehmen. Grundlage der Berechnungen ist ein kleinräumiges Prognoseverfahren, das das Institut gemeinsam mit den Universitäten Trier, Rostock und Köln entwickelt hat.

Die Analyse reicht hinunter bis auf die Ebene von 400 Kreisen und kreisfreien Städten und macht deutliche regionale Unterschiede sichtbar. Bereits 2020 lag der Anteil der Demenzkranken zwischen 1,0 Prozent in Tübingen und 2,6 Prozent in der brandenburgischen Prignitz. Für das Jahr 2060 erwarten die Forscher eine Spanne von 1,7 Prozent Demenzkranken in München bis zu 6,2 Prozent im Landkreis Elbe-Elster in Brandenburg. Besonders betroffen sind damit vor allem ländliche Regionen im Osten, die überdurchschnittlich altern.

Parallel zur wachsenden Zahl von Demenzfällen schrumpft der Pool potenzieller Pflege- und Betreuungspersonen im Erwerbsalter. Laut Studie kamen im Jahr 2020 rechnerisch noch 38 Menschen im erwerbsfähigen Alter auf einen Demenzfall. Bis 2060 dürfte dieses Verhältnis auf 21 Erwerbspersonen pro Fall sinken. Damit würden deutlich mehr Erkrankte von einer deutlich kleineren Zahl potenziell Erwerbstätiger versorgt werden müssen – mit entsprechenden Konsequenzen für Pflegeinfrastruktur, Kommunen und Sozialversicherungen.

Die Autoren der Studie betonen zugleich, dass der prognostizierte Anstieg nicht zwangsläufig ist. Nach heutigem wissenschaftlichem Stand lassen sich Demenzrisiken durch Prävention spürbar senken. Eine konsequentere Behandlung von Bluthochdruck und Diabetes, der Verzicht auf Rauchen oder ein höheres Bildungsniveau könnten dazu beitragen, etwa die Hälfte der Neuerkrankungen zu vermeiden. In einem solchen Szenario würde sich die Zahl der Demenzfälle im Jahr 2060 nicht weiter erhöhen, sondern sich auf einem Niveau zwischen 1,3 und 1,5 Millionen stabilisieren. Die Spannbreite der Projektionen zeigt damit, wie stark der künftige Versorgungsdruck von heute eingeleiteten Präventionsstrategien abhängen dürfte.