Die massiven Investitionen in die künstliche Intelligenz belasten die Finanzzahlen des US-Onlinehändlers Amazon erheblich. Überraschend hohe Kosten für den Bau neuer KI-Rechenzentren haben zu einem signifikanten Milliardenloch in der Bilanz geführt. Der Barmittelabfluss stieg in den vergangenen drei Monaten auf insgesamt 42,4 Milliarden Dollar an, was nahezu einer Versechsfachung entspricht.

Trotz dieser finanziellen Belastung verzeichnete die Cloud-Tochter AWS ein starkes Wachstum. Die Geschäftszahlen zeigen, dass der Bereich so stark wächst wie seit Jahren nicht mehr. Dieser Wachstumsschub im wichtigen Cloud-Geschäft konnte jedoch nicht ausreichen, um die negativen Effekte der hohen Ausgaben vollständig zu kompensieren.

Die Marktreaktion auf die veröffentlichten Daten fiel deutlich negativ aus. Sowohl die Ergebnisse für das dritte Quartal als auch der veröffentlichte Ausblick blieben hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Infolgedessen brach der Aktienkurs von Amazon im nachbörslichen Handel an der Wall Street zeitweise um rund acht Prozent ein.