Die US-Regierung hat ein neues Programm zur Gewinnung von Erkenntnissen über das iranische Atomprogramm gestartet. Das für die Golfregion zuständige US-Militärkommando CENTCOM gab am Freitag (Ortszeit) bekannt, dass eine Belohnung in Höhe von 20 Millionen Dollar, was etwa 17 Millionen Euro entspricht, für relevante Informationen ausgeschrieben wird. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Geheimhaltung des Teheraner Programms durch finanzielle Anreize zu durchbrechen.
Im Fokus der Suche stehen detaillierte Informationen über die Infrastruktur und die technischen Ressourcen des Iran. Die US-Behörden suchen gezielt nach Daten zu iranischen Atomanlagen sowie zur verwendeten Ausrüstung. Solche präzisen Details sind für die strategische Bewertung der nuklearen Kapazitäten des Landes von entscheidender Bedeutung.
Neben materiellen Anlagen sind insbesondere die beteiligten Personen von Interesse für die US-Regierung. Gesucht werden Informationen zu Mitarbeitern des Atomprogramms, wobei explizit die Rolle von Wissenschaftlern hervorgehoben wird. Die Identifizierung dieser Schlüsselpersonen könnte es den USA ermöglichen, die Fortschritte der iranischen Forschung genauer zu verfolgen.
Um potenzielle Hinweisgeber zu motivieren, bietet die US-Regierung über die Geldsumme hinaus weitere Sicherheitsgarantien an. CENTCOM erklärte, dass Personen, die wertvolle Informationen liefern, bei einer möglichen Umsiedlung unterstützt werden könnten. Dieser Schritt unterstreicht die Bereitschaft Washingtons, auch logistische und protektive Maßnahmen zur Sicherung von Geheimdienstquellen zu ergreifen.



