Roche: Zupreme-2-Studienergebnisse für 2026 erwartet

10.03.2026


Der Pharmakonzern Roche hat positive Ergebnisse aus einer Phase-II-Studie mit dem Wirkstoff Petrelintide zur Behandlung von Übergewicht und Adipositas bekannt gegeben. In der Studie mit dem Namen "Zupreme-1" erreichten Patienten nach 28 Wochen einen mittleren Gewichtsverlust von bis zu 10,7 Prozent. In der Placebogruppe betrug der Gewichtsverlust lediglich 1,7 Prozent. Die Studie umfasste 493 Personen mit einem durchschnittlichen Body-Mass-Index von 37 und einem Durchschnittsgewicht von 107 Kilogramm.

Der Wirkstoff zeigte dabei ein günstiges Verträglichkeitsprofil. Die Abbruchrate aufgrund unerwünschter Ereignisse lag im wirksamsten Behandlungsarm bei 4,8 Prozent und war damit praktisch identisch mit jener der Placebogruppe. Roche betonte, dass in der wirksamsten Behandlungsgruppe keine Fälle von Erbrechen und keine Therapieabbrüche wegen Magen-Darm-Beschwerden auftraten. Übelkeit trat seltener auf als in früheren Studien mit kürzeren Dosisintervallen.

Interessant sind die geschlechtsspezifischen Unterschiede in den Studienergebnissen. Weibliche Probanden verloren deutlich mehr Gewicht als männliche Teilnehmer. Analysten weisen darauf hin, dass bei einem höheren Frauenanteil in der nächsten Studienphase Gewichtsreduktionen im mittleren Zehn-Prozent-Bereich möglich sein könnten. Die finalen Studiendaten sollen auf einem medizinischen Kongress präsentiert werden, wo Roche auch über das Design der geplanten Phase-III-Studien informieren wird.

Für das weitere Programm sind mehrere Schritte vorgesehen. Topline-Ergebnisse der zweiten Phase-II-Studie "Zupreme-2", die sich auf Personen mit Adipositas und Typ-2-Diabetes konzentriert, werden in der zweiten Jahreshälfte 2026 erwartet. Zudem ist für 2026 der Start einer Phase-II-Studie zur Kombination von Petrelintide und CT-388 geplant. Trotz der positiven Ergebnisse blieben die Studiendaten hinter den Erwartungen einiger Investoren zurück, was zu Kursdruck für die Roche-Aktie führen könnte.

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KSB setzt auf Wachstum bei Kraftwerkspumpen mit Megadeal in Osteuropa

14.03.2026


Der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB hat den größten Einzelauftrag seiner Firmengeschichte gewonnen. Die Energiesparte des Unternehmens soll in den kommenden Jahren acht Hauptkühlmittelpumpen für ein Kernkraftwerk in Osteuropa produzieren und ausliefern. Der Auftragswert liegt nach Unternehmensangaben bei mehr als 150 Millionen Euro und damit im hohen dreistelligen Millionenbereich. Zum Auftraggeber machten die Vertragspartner keine Angaben; wie in der Branche üblich wurde Stillschweigen vereinbart.

Gefertigt werden die Anlagen im Stammwerk im rheinland-pfälzischen Frankenthal. Jede der Großpumpen bringt mehr als 100 Tonnen auf die Waage und verfügt über eine Antriebsleistung von 8 Megawatt. Neben Konstruktion und Produktion übernimmt KSB auch die umfangreichen Tests, die für den sicheren Betrieb im Primärkreislauf des Kernkraftwerks notwendig sind. Dieser Bereich gilt als sicherheitskritische Zone des Reaktors, in der die Komponenten besonders strengen technischen Anforderungen unterliegen.

Hauptkühlmittelpumpen zählen zu den Schlüsselaggregaten eines Kernkraftwerks. Sie stellen sicher, dass das Kühlmittel kontinuierlich durch den Reaktorkern strömt, die entstehende Wärme abführt und so die Grundlage für die Stromerzeugung schafft. Der jetzt vergebene Auftrag soll nach Angaben des Unternehmens zur CO2-freien Stromerzeugung und zur Energiesicherheit in Europa beitragen. KSB sieht sich in diesem Segment als Marktführer für Kraftwerkspumpen und verweist auf seine technologische Kompetenz und langjährige Erfahrung im internationalen Projektgeschäft.

Das Management ordnet den Rekordauftrag in eine langfristige Wachstumsstrategie ein. Der weltweit steigende Energiebedarf führe zu anhaltender Nachfrage nach neuen Kraftwerksprojekten, heißt es aus dem Unternehmen. KSB will diese Entwicklung nutzen, um das Geschäft mit Großpumpen für Energieanlagen weiter auszubauen. Die jetzt beauftragten Reaktorkomponenten aus Frankenthal sollen über mehrere Jahre hinweg gefertigt und ausgeliefert werden und stärken die Position des Unternehmens im globalen Markt für Kraftwerkstechnik.